Dies ist ein skurriler Tag – draußen färbt Sahara Sand den Himmel gelb-orange – Vögel zetern aufgeregt. Die Zeit steht still. Täglich begegnen mir Dinge, die die Welt zu einem staunenswerten und wunderbaren Ort machen. Diese feinen Augenblicke, Gesten, Szenen und Gedanken möchte ich hier dokumentieren. Warum? Sie sind flüchtig, kurz, alltäglich und doch der Stoff, aus dem das Leben ist und der mich nährt, ermutigt jeden Tag aufzustehen und hinauszugehen – oder wenigstens hinauszuschauen.

Nach mehreren Monaten im Dickicht und Unterholz meiner Ziele und Werte, entlang Angst einflößender, schier unüberwindlicher Abgründe und im Angesicht der Krisen, die sich in der Welt ereignen, möchte ich hier den Augenblick zelebrieren, das Kleine, das Rätselhafte, das Alltägliche. Das soll und kann nicht dazu dienen, die Kriege und Verwerfungen in der Welt zu überspielen. Vielmehr habe ich hier einen Weg begonnen, der es mir ermöglicht, die Erschütterungen auf eine Weise abzufedern, dass ein Gegengewicht spürbar wird.
Warum Vermehrt Schönes?
Vielleicht ist es ganz einfach: Augen auf, Interesse für die Vielfalt wecken und sehen, was zwischen uns entsteht. Einfach Schönes Vermehren!